Haustür-Kosten: Preise nach Material, Ausstattung und Einbau
Orientierungspreise für Kunststoff-, Aluminium- und Holzhaustüren, was die Montage kostet und welche Ausstattung den Preis nach oben treibt.
Redaktion Dvery · Stand 26. Oktober 2026
Eine neue Haustür kostet inklusive Einbau in den meisten Fällen zwischen etwa 1.200 und 7.500 Euro. Wo Sie in dieser Spanne landen, entscheiden vor allem Material, Größe, Füllung, Sicherheitsausstattung und der Aufwand bei der Montage. Seriöse Endpreise gibt es nur nach einem Aufmaß vor Ort, die folgenden Werte helfen aber dabei, Angebote einzuordnen.
Alle Preisangaben in diesem Artikel sind grobe Orientierungswerte aus Marktübersichten mit Stand 2026, keine Angebote. Regionale Unterschiede, Lieferzeiten und Rabatte der Hersteller können die Preise deutlich verschieben.
Preise nach Material im Überblick
Das Rahmenmaterial ist der erste große Preisblock. Welches Material zu Ihrem Haus passt, vergleicht der Artikel Haustür aus Aluminium oder Kunststoff im Detail.
| Material | Tür ohne Montage (Richtwert) | Gesamtpreis mit Einbau (Richtwert) | Einordnung |
|---|---|---|---|
| Kunststoff | ca. 800 bis 3.000 € | ca. 1.200 bis 3.500 € | günstigster Einstieg, gute Dämmwerte möglich |
| Holz | ca. 1.500 bis 5.500 € | ca. 2.200 bis 6.500 € | warme Optik, Pflegeaufwand einplanen |
| Aluminium | ca. 2.000 bis 6.000 € | ca. 2.800 bis 7.000 € und mehr | formstabil, große Formate, langlebig |
| Holz-Aluminium | ca. 3.000 bis 6.000 € | ca. 3.800 bis 7.500 € | Holz innen, wetterfeste Schale außen |
Sehr einfache Modelle aus dem Baumarkt liegen teils unter diesen Werten. Sie sind oft nicht auf Maß gefertigt, haben einfachere Dichtungen und selten eine geprüfte Widerstandsklasse. Für einen Nebeneingang kann das genügen, für den Haupteingang eines bewohnten Hauses eher nicht.
Was die Montage kostet
Der Einbau ist ein eigener Kostenblock und wird in Angeboten unterschiedlich ausgewiesen. Manche Betriebe nennen eine Pauschale, andere listen jede Position einzeln auf. Typische Posten sind:
| Posten | Worum es geht | Kostenhinweis |
|---|---|---|
| Ausbau der alten Tür | Türblatt und Rahmen heraustrennen | meist in der Montagepauschale enthalten |
| Entsorgung | Abtransport und Entsorgung des Altelements | oft separat berechnet |
| Montage und Befestigung | Ausrichten, Verankern in der Wand | Kern der Montagekosten |
| Abdichtung | Anschluss innen luftdicht, außen schlagregendicht | sollte immer im Angebot stehen |
| Anpassung der Öffnung | Öffnung vergrößern, verkleinern oder ausgleichen | nach Aufwand, kann teuer werden |
| Nacharbeiten | Putz, Laibung, Fliesen, Anstrich | häufig nicht im Türangebot enthalten |
| Elektroanschluss | Motorschloss, Zutrittssystem, Klingel | Elektrofachkraft nötig |
Für eine Standardtür in einer unveränderten Öffnung rechnen viele Betriebe mit einigen hundert Euro für Ausbau, Montage und Abdichtung. Sind Mauerwerk oder Öffnung anzupassen, kommen Elemente mit Seitenteil hinzu oder muss ein Kabel für ein Motorschloss verlegt werden, kann die Montage über tausend Euro kosten. Wie der Einbau im Detail abläuft und warum er bei Haustüren in die Hand eines Fachbetriebs gehört, beschreibt der Bereich Türen einbauen.
Die wichtigsten Kostentreiber
Zwei Türen aus demselben Material können sich im Preis um mehrere tausend Euro unterscheiden. Diese Faktoren machen den Unterschied:
Größe und Sondermaß
Haustüren werden in der Regel nach Maß gefertigt. Übergrößen, Rundbögen oder Schrägen kosten mehr als ein gängiges Format. Ist die Öffnung ungewöhnlich breit, kann ein Seitenteil günstiger sein als ein überbreites Türblatt.
Füllung und Glas
Eine schlichte, geschlossene Füllung ist am günstigsten. Designfüllungen mit Rillen, Edelstahlapplikationen, Glasausschnitten oder Ornamentglas erhöhen den Preis. Verbundsicherheitsglas und Dreifachverglasung sind sinnvoll, kosten aber ebenfalls Aufpreis.
Sicherheitsausstattung
Eine geprüfte Widerstandsklasse ab RC2, eine Mehrfachverriegelung, ein Schutzbeschlag mit Zylinderabdeckung und ein Zylinder mit Bohr- und Ziehschutz gehören zu den sinnvollsten Investitionen. Sie verteuern die Tür, sind nachträglich aber oft nur eingeschränkt oder teurer umzusetzen.
Elektronik
Motorschloss, Fingerabdruckleser, Code-Tastatur, App-Steuerung und Kabelübergang werden als Aufpreis berechnet. Dazu kommt der Elektroanschluss. Wer heute noch keine Elektronik will, kann zumindest ein Leerrohr oder eine Vorbereitung für ein späteres Motorschloss einplanen lassen.
Farbe und Oberfläche
Standardfarben wie Weiß oder Anthrazit sind meist günstiger als Sonderfarben. Unterschiedliche Farben innen und außen, Holzdekore oder strukturierte Oberflächen kosten extra.
Seitenteil und Oberlicht
Ein verglastes Seitenteil bringt Licht in den Flur und ist bei breiten Öffnungen oft die einzige Lösung. Es erhöht aber Material- und Montagekosten spürbar. Was bei der Planung zu beachten ist, steht im Artikel Haustür mit Seitenteil.
Förderung und Steuer
Wer eine alte Haustür ersetzt, muss beim U-Wert die Mindestanforderungen des Gebäudeenergiegesetzes einhalten. Wird die Tür deutlich besser gedämmt, kann der Austausch als energetische Einzelmaßnahme gefördert werden. Die Förderung setzt strengere U-Werte voraus, meist eine Fachplanung oder Bestätigung durch einen Energieeffizienz-Experten und einen Antrag vor der Auftragsvergabe. Zuständigkeiten, Fördersätze und technische Anforderungen haben sich in den vergangenen Jahren mehrfach geändert. Prüfen Sie deshalb vor der Bestellung die aktuellen Bedingungen.
Alternativ zur Förderung lassen sich energetische Maßnahmen an selbst genutztem Wohneigentum unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich geltend machen. Unabhängig davon lässt sich im selbst bewohnten Haushalt ein Teil der Arbeitskosten als Handwerkerleistung in der Einkommensteuererklärung angeben. Für dieselben Kosten ist meist nur ein Weg möglich, Förderung und Steuerermäßigung lassen sich in der Regel nicht kombinieren. Bei größeren Summen lohnt die Rücksprache mit Steuerberatung oder Energieberatung.
Wichtig für beide Wege: Material- und Arbeitskosten sollten auf der Rechnung getrennt ausgewiesen sein, und die Zahlung muss per Überweisung erfolgen.
Angebote richtig vergleichen
Ein niedriger Türpreis sagt wenig, solange nicht klar ist, was enthalten ist. Prüfen Sie jedes Angebot anhand dieser Punkte:
- UD-Wert der kompletten Tür, nicht nur der Füllung
- Widerstandsklasse für das ganze Element, mit Prüfnachweis
- Verriegelung, Zylinder und Beschlag mit genauer Bezeichnung
- Glasart (Dreifachverglasung, Verbundsicherheitsglas innen oder außen)
- Schwelle (Standard oder barrierearm) und Anzahl der Dichtungsebenen
- Montageleistungen einzeln: Ausbau, Entsorgung, Befestigung, Abdichtung, Nacharbeiten
- Lieferzeit, Gewährleistung und Garantie des Herstellers
- Mehrwertsteuer: Brutto- und Nettopreise nicht vermischen
Holen Sie mindestens zwei bis drei Angebote ein und lassen Sie das Aufmaß vom ausführenden Betrieb machen. Dann trägt dieser auch die Verantwortung, wenn die Tür nicht passt.
Wo sich sparen lässt und wo nicht
Sparen ist möglich, ohne an der falschen Stelle zu kürzen:
- Serienmodell statt Designfüllung. Viele Hersteller haben preisgünstige Standardmodelle mit guten technischen Werten.
- Standardfarbe wählen. Weiß oder Anthrazit sind oft ohne Aufpreis erhältlich.
- Glasanteil maßvoll halten. Weniger Glas senkt meist den Preis und verbessert den U-Wert.
- Nacharbeiten selbst übernehmen. Streichen der Laibung oder kleinere Putzarbeiten können geübte Heimwerker selbst erledigen, wenn das vorher abgesprochen ist.
- Elektronik vorbereiten statt sofort kaufen. Ein Kabelübergang oder Leerrohr kostet wenig und hält den Weg für ein späteres Motorschloss offen.
Nicht sparen sollten Sie dagegen bei der Montage, der Abdichtung und der Sicherheitsausstattung. Eine schlecht eingebaute Tür zieht, verzieht sich oder verliert ihre Widerstandsklasse. Fehler beim Anschluss an die Wand zeigen sich oft erst nach Jahren als Feuchteschaden.
Reparieren statt austauschen?
Nicht jede ältere Haustür muss sofort ersetzt werden. Wenn das Türblatt stabil ist und nur einzelne Teile verschlissen sind, kann eine Reparatur deutlich günstiger sein:
- Zugluft: Oft genügen neue Dichtungen und das Nachstellen von Bändern und Schließblechen.
- Schwergängiges Schloss: Zylinder tauschen, Verriegelung reinigen und schmieren oder das Schloss einstellen lassen.
- Einbruchschutz: Ein Schutzbeschlag, ein Sicherheitszylinder und Zusatzsicherungen verbessern den Schutz, ersetzen aber keine geprüfte Widerstandsklasse.
- Optik: Holztüren lassen sich abschleifen und neu streichen, Kunststoff- und Aluminiumtüren reinigen und an Kanten ausbessern.
Ein Austausch lohnt sich dagegen meist, wenn die Tür sichtbar verzogen ist, Feuchte am Anschluss eindringt, das Glas nur einfach verglast ist oder sich die Tür trotz Einstellen nicht mehr sicher verriegeln lässt. Dann stehen die Reparaturkosten selten in einem guten Verhältnis zu einer neuen, besser dämmenden und sichereren Tür.
Kosten über die Lebensdauer
Eine Haustür hält bei guter Qualität und fachgerechtem Einbau viele Jahre. Die Folgekosten unterscheiden sich je nach Material: Kunststoff und Aluminium brauchen kaum mehr als Reinigung und gelegentliche Pflege der Dichtungen und Beschläge. Holz benötigt je nach Bewitterung regelmäßig einen neuen Anstrich, lässt sich dafür aber aufarbeiten. Wer die Kosten über zwanzig oder dreißig Jahre betrachtet, sollte Pflegeaufwand und Haltbarkeit in den Vergleich einbeziehen. Einen allgemeinen Überblick über Material, Dämmung und Einbruchschutz bietet der Bereich Haustüren.
Fragen und Antworten
- Was kostet eine einfache Haustür aus Kunststoff mit Einbau?
- Eine Kunststoffhaustür im Standardmaß mit solider Grundausstattung liegt inklusive Montage häufig im Bereich von gut 1.000 bis etwa 3.500 Euro. Baumarktmodelle ohne Einbau sind günstiger, erfüllen aber nicht immer die Anforderungen an Dämmung und Einbruchschutz, die bei einer Haustür sinnvoll sind.
- Wie viel kostet der Einbau einer Haustür?
- Für Ausbau der alten Tür, Entsorgung, Montage, Abdichtung und Einstellen rechnen Fachbetriebe meist mit einigen hundert Euro, bei größeren Elementen oder nötigen Anpassungen an der Öffnung auch mit über tausend Euro. Putz-, Maler- und Elektroarbeiten kommen gegebenenfalls hinzu.
- Gibt es Zuschüsse für eine neue Haustür?
- Ja, unter Bedingungen. Der Austausch einer Haustür kann als energetische Einzelmaßnahme gefördert werden, wenn die Tür einen deutlich besseren U-Wert erreicht als gesetzlich vorgeschrieben und der Antrag vor der Auftragsvergabe gestellt wird. Alternativ kommt eine Steuerermäßigung infrage. Die aktuellen Bedingungen ändern sich, deshalb vorab beim Energieberater oder in den geltenden Richtlinien prüfen.
- Lohnt sich eine teure Aluminiumhaustür?
- Aluminium ist sehr formstabil und langlebig und eignet sich besonders für große, dunkle oder stark besonnte Türen. Für eine Tür im Standardmaß mit heller Farbe erfüllt eine gute Kunststofftür die meisten Anforderungen zu einem deutlich niedrigeren Preis. Entscheidend ist, wie lange die Tür halten soll und welche Optik gewünscht ist.
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Zuletzt überarbeitet am 26. Oktober 2026 von der Redaktion Dvery.